VINO DI VISCIOLE WILDKIRSCHENWEIN

Querciantica Vino e Visciole

Querciantica Vino e ViscioleAromatisiertes Getränk aus Wein und Wildkirschen

Informationen zum Wein: 1 Produktionsjahr 2007

GESCHICHTLICHE HINWEISE UND WISSENSWERTES:

In der Vergangenheit wurde der Wildkirschenwein hergestellt, um robuste und tannische Weine angenehmer zu machen. Der Herzog Federico da Montefeltro trank, gemäß Angaben seines Biographen und Vertrauensbuchhändlers Vespasiano da Bisticci, „fast nur Wein, der mit Kirschen oder Granatäpfeln hergestellt war.“ In der Folgezeit wurde er als ein Wein für Frauen angepriesen, der dem schönen Geschlecht wegen seiner Düfte, seiner Weichheit und seiner Rundheit dargeboten wurde. Heute wird er als W ein für die Meditation geschätzt, der in gemütlicher Gesellschaft verkostet und genossen wird, um verlorengegangene Geschmäcker aufleben zu lassen.
Man nennt ihn “Visciolato” oder häufiger “Vino di Visciole”. In den Marken ist es eine alte Tradition, aromatisierte Weine herzustellen, die man seit dem Mittelalter und der Zeit der Adelsschlösser pflegt und die von der bäuerlichen Kultur bis in die Gegenwart fortgesetzt wurde. Das bevorzugte Produktionsgebiet ist sind die Gemeinden Candiano und Pergola im Raum Pesaro und Castelli di Jesi im Raum Ancona. Die verwendeten Rezepte zur Herstellung unterscheiden sich deutlich von Weiler zu Weiler, von Weinkeller zu Weinkeller. Das Basiselement des “Vino di Visciole” bleibt jedoch traditionell die “Visciola”, eine antike Wildkirschenart (Prunus cerasus) mit dunkelroter Farbe und säuerlichem Geschmack. Das antike Rezept sieht das Sammeln der reifen Wildkirschen in den ersten Juliwochen vor. Diese lässt man teilweise ganz und teilweise zerdrückt zusammen mit Zucker mazerieren. Somit setzteine Gärung ein, die nach und nach zum weichen und wohlduftenden Endprodukt in Form eines Sirups führt. Das Erzeugnis wird einige Tage lang dekantiert und daraufhin filtriert. Man erhält somit einen Sirup mit sehr hohem Zuckergehalt, der zum Wein gemischt wird. Eine erneute Fermentierung beginnt, bei der die beiden Identitäten (Wein und Sirup) zu einer Einheit verschmelzen. Die Fermentierung ist bei Erreichung von etwa 14% Vol. Alkoholgehalt abgeschlossen, der Zuckerrest verleiht dem Endprodukt eine angenehme Lieblichkeit.

SENSORISCHE ANALYSE:

Farbe: rubinrot mit amarantroten Farbreflexen.

Bouquet: angenehm intensiv, wie frisch her gestellter W ein. Sinnliche und nachhaltige Duftnoten nach Erdbeeren, Himbeeren, reifen Waldfrüchten, Konfitüre, Nuancen von Pfirsichen und reifen Birnen.

Geschmack: Im Gaumen entfaltet er eine beeindruckende Weichheit, eine hohe Nachhaltigkeit, ohne an Frische zu verlieren. Er ist ergreifend, mit dem richtigen Körper, einer guten Schmackhaftigkeit und Säuregehalt, einer optimalen Lieblichkeit und Ausgeglichenheit. Die Frucht regt die Geschmacksknospen an, frische und reife Waldfrüchte, Blumen, Heidelbeeren und Kirschen. Ein lieblicher wein, der zu überzeugen vermag und die Lust weckt weiterzutrinken.

Kombinationen: ideal zu Mürbeteigkuchen, Kirsch- und Sauerkirschtorte. Auch als Meditationswein oder als Digestiv am Ende der Mahlzeit zu genießen.